Das Isener Volksfest ist bekannt für ländlichen Charme und Gemütlichkeit

Aus dem ursprünglichen Nebenprodukt der 550-Jahrfeier der Markterhebung, die Isen 1984 groß begangen hat, hat sich ein eigenständiges und lebendiges Fest entwickelt.


Der Initiator

Der damalige Bürgermeister Hans-Edmund Lechner und sein Marktgemeinderat hatten die Idee, die Feierlichkeiten durch ein Volksfest zu ergänzen. Der heutige Volksfestplatz beim Sportplatz diente dabei dem großen Festzug als Ausgangspunkt; von hier aus zog er durch Unteren und Oberen Markt, um zu Bierzelt und Fahrgeschäften zurückzukehren. Ganze 130 Bilder von orttypischer Bedeutung wurden im Zug dargestellt. Ein Ereignis ist dem Altbürgermeister dabei noch besonders gut in Erinnerung. Als nämlich „ein Müller auf einem der Wagen etwas ausgebeutelt hat“, traf die Mehlstaubwolke keinen Geringeren als Ehrengast Raimund Eberle, den damaligen Regierungspräsidenten von Bayern. Weil das Volksfest „so einen schönen Zulauf hatte“, schlug Lechner vor, es als eigenständiges Fest beizubehalten. Sein Argument „Überall rundumatum gibt es Volksfeste, nur in Isen ham ma koans“, überzeugte den Marktgemeinderat, seitdem wird Ende Juni sechs Tage lang gefeiert. Glücklich war auch die Terminwahl, „mir ham grad einen Zeitpunkt erwischt, wo nichts sonst is“, freut sich Lechner.

Das Fest

Für den Altbürgermeister gibt es Ende Juni auch heute noch „keinen anderen Termin“. Nahezu täglich besucht er dann das Fest, das er neunmal durch das traditionelle Ozapfn selbst eröffnet hat. „Es war jedes mal schön“, lobt er Stimmung und Verlauf. Als gemütlich und überschaubar bezeichnen auch die Besucher das Isener Volksfest gerne. Denn das Motto „größer, schneller, wilder“ mag für andere Orte gelten, in Isen hat es keine Bedeutung. Von Anfang an arbeitete man mit Schausteller Max Fahrenschon zusammen. Dessen Vergnügungsgeschäfte sind zwar im Lauf des letzten Vierteljahrhunderts moderner geworden; den Nervenkitzel, den die neuen Hightech-Fahrgeschäfte  bieten, wird man in Isen vergeblich suchen. Kinderkarussell, Autoscooter und Schießwagen waren schon in den Anfangsjahren dabei, sie machen auch heute noch die Hauptattraktion für jugendliche und kleine Besucher aus. Altbürgermeister Lechner weiß auch, dass Bürger und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden gerade die Gemütlichkeit des Isener Volksfests zu schätzen wissen. Der ehemalige Kirchberger Bürgermeister Strohmaier hat ihm einst sogar mit dem ganzen Gemeinderat einen Besuch abgestattet. Als bürgernah, bewusst ländlich und charmant bezeichnet auch die ehemalige Festwirtin Gerlinde Waxenberger das Volksfest. Neben Erhard Oslislo, den Isenern Fußballern, Albert Kolbinger von der Brauerei Taufkirchen war auch Franz Lanzl (Isen) und Michael Badmann (Caterer aus Erding) bereits mehrmals Festwirt. Seit 2017 ist Christian Heigl aus der Landkreishauptstadt für das große Festzelt verantwortlich.

Und ganz selbstverständlich dabei ist auch der Werbering Isen: Seit vielen Jahren steigen beim Kindernachmittag viele bunte Ballons in den Sommerhimmel. Wessen Luftballon am weitesten fliegt, der bekommt vom Werbering ein Geschenk.

Doch viel wichtiger ist die zentrale Idee, die auch heute noch hinter dem Volksfest steht: Gemütlichkeit statt Komasaufen und Gespräche statt Raufereien. Oder wie das Motto seit 2009 heißt:

„Isener Volksfest - Wo Volksfest noch Volksfest ist“.


 

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